Märchen

Märchen sind Wegweiser, sie enthalten in verborgener Weise Weisheit, die die eigenen Wahrnehmungen, Perspektiven und Sichtweisen erweitern und so eine Unterstützung auf dem Weg in eine neue Einheit sein können.

Märchen beschreiben Wege, schildern Lasten und Schwierigkeiten. Märchen schenken Mut sich eigene Muster bewusst zu machen. Sie zeigen die ICH- Entwicklung eines Menschen, der zu sich selbst findet. Sie vermitteln den Mut, sich auf das Wagnis des eigenen Lebens einzulassen und bedingungslos der Wahrheit des eigenen Herzens zu folgen.

Märchen sind Geburtshelfer für das, was zu uns kommen möchte und längst in der Welt ist. Ausserhalb unserer Wahrnehmungskanäle will das Verborgene sich offenbaren.

An den Tagen, an denen das Nichtgreifbare in das Nichtsichtbare entschwindet, scheint sich die Wirklichkeit aufzulösen. Wir nehmen wahr, was wir vor uns und in uns haben: Schwingungen, Kraftfelder, Bewegungen, Erinnerungen, Erfahrungen, die tief in die Materie eindringen und Muster aufzeigen.

In der therapeutischen Arbeit mit Menschen, im Herausarbeiten der Gedanken, der Tag- und Nachtträume, des Sehnens, der Freuden und Abgründe, verbinde ich das Diesseitige mit dem Jenseitigen und halte den Strom zwischen den Wirklichkeiten aufrecht.

Erkennt ein Mensch an den Spuren eines Märchens seinen eigenen, individuellen Lösungsweg, ist Heilung möglich. So wurden Märchen zu Brücken zwischen den Welten.

Wer Märchen hört und sich selbst dabei einbezieht, in dem Hören seinen eigenen Wahrheiten näher kommt, beginnt eine Entdeckungsreise ins Selbst und schafft die Möglichkeit dieses Selbst in die Gemeinschaft eines neuen Bewusstseins einzubetten.